
Häufige Fragen zum Thema Duft und die passenden Antworten finden Sie hier:
Auch können Sie selbst Fragen einreichen. Unsere promovierten Wissenschaftler und ausgebildeten Parfumeure sind stets bemüht Ihre Fragen fachgerecht zu beantworten.

Literaturempfehlung:
Von unserer Parfümeurin Frau Loda:
Porno für die Nase
Parfum selbst herstellen

Mit dem Buch "Prono für die Nase" von unserer ausgebildeten Parfümeurin Martina Loda können Sie Ihre eigenen Duftartikel herstellen. Es enthält gut verständliche Anleitungen, die Sie Schritt für Schritt zu Ihren eigenen Kreationen führen.

Die faszinierende Welt des Duftes
Der Duft ist weit mehr als nur ein angenehmer Geruch; er ist eine komplexe chemische Botschaft, die unsere Sinne auf einzigartige Weise anspricht. Vom kleinsten Molekül bis zur fertigen Duftkomposition steckt in jedem Duftartikel eine Wissenschaft für sich.
Was ist ein Duft?
Ein Duft besteht aus flüchtigen organischen Verbindungen, also Molekülen, die sich bei Raumtemperatur in die Luft verflüchtigen. Unsere Nase nimmt diese Moleküle über die Riechsinneszellen wahr. Diese Informationen werden an das limbische System im Gehirn weitergeleitet, welches für Emotionen, Erinnerungen und Instinkte zuständig ist. Aus diesem Grund können Düfte so starke emotionale Reaktionen und Erinnerungen auslösen.
Was ist der Unterschied zwischen Eau de Cologne, Eau de Toilette und Eau de Parfum?
Der Hauptunterschied liegt in der Konzentration der Duftöle. Je höher der Anteil an Duftölen, desto intensiver und langanhaltender ist der Duft.
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Eau de Cologne (EDC): Die leichteste Konzentration mit 3 bis 5 % Duftöl. Der Duft hält meist nur 2 Stunden.
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Eau de Toilette (EDT): Eine Konzentration von 5 bis 9 % Duftöl. Der Duft ist intensiver und hält 3 bis 4 Stunden.
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Eau de Parfum (EDP): Mit 10 bis 14 % Duftöl eine stärkere Konzentration. Der Duft hält 5 bis 6 Stunden.
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Parfum (Extrait): Die höchste Konzentration mit 15 bis 30 % Duftöl. Der Duft ist sehr langanhaltend und hält bis zu 8 Stunden oder länger.
Wie trage ich Parfum richtig auf?
Tragen Sie Parfum auf sogenannte Pulspunkte auf, da die Haut an diesen Stellen wärmer ist und den Duft besser verteilt. Dazu gehören Handgelenke, Hals, Nacken, Ellenbogen und Kniekehlen. Besprühen Sie das Parfum aus etwa 15 bis 20 cm Entfernung. Reiben Sie das Parfum nicht auf der Haut, da dies die Duftmoleküle zerstören und den Geruch verändern kann.
Wie lange ist Parfum haltbar?
Ein geöffnetes Parfum ist in der Regel 12 bis 36 Monate haltbar, je nach Qualität der Inhaltsstoffe. Um die Haltbarkeit zu verlängern, lagern Sie es an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort, idealerweise im Originalkarton. Direkte Sonneneinstrahlung und extreme Temperaturschwankungen können den Duft beschädigen.
Warum riecht ein Parfum bei jedem anders?
Der Duft eines Parfums kann durch den individuellen pH-Wert der Haut, die Ernährung, den Hormonhaushalt und die Körpertemperatur beeinflusst werden. Die einzigartige Chemie Ihrer Haut reagiert mit den Duftmolekülen und schafft so eine persönliche Note. Aus diesem Grund sollten Sie ein Parfum immer auf der eigenen Haut testen, bevor Sie es kaufen.
Wie findet man das richtige Parfum?
Zwar kann man eine ganze Menge über Parfums lernen, doch kommt es letztendlich einfach darauf an, was dir gefällt. Schmeckt ein Wein nicht, bringt es auch nichts, wenn der Experte sagt, dass er ganz toll ist. Für deinen Duft sollte das gleiche gelten. Letztendlich ist die Auswahl des Parfums doch aber eine sehr persönliche Sache, die man nicht von Markennamen oder Trends abhängig machen sollte. Wir empfehlen gerne unsere DIY-Parfumbox, da Sie selbst der beste Designer für Ihren eigenen Duft sind, werden Sie hier selbst zu Parfümeur.
Warum mischen sich einige Duftöle nicht mit Wasser?
Duftöle sind, wie andere Öle auch, nicht wasserlöslich. Das bedeutet, dass sie sich in Wasser nicht auflösen, sondern darauf schwimmen. Um Duftöle in wasserbasierten Produkten wie Raumsprays zu verwenden, benötigen Sie einen Emulgator oder Lösungsmittel, wie beispielsweise Alkohol, der die beiden Flüssigkeiten miteinander verbindet.
Wie lagere ich Duftöle am besten?
Lagern Sie Duftöle an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort, idealerweise in ihrer Originalflasche. Extreme Temperaturen und Sonnenlicht können die chemische Zusammensetzung der Öle verändern, den Duft beeinträchtigen und ihre Haltbarkeit verkürzen. Ein Schrank oder eine Schublade sind dafür perfekt geeignet.
Können Duftöle ablaufen?
Ja, Duftöle können mit der Zeit an Qualität verlieren. Die Haltbarkeit hängt von der Zusammensetzung ab, liegt aber oft zwischen 12 und 36 Monaten. Oxidationsprozesse durch Kontakt mit Luft können den Duft verändern oder ihn "ranzig" werden lassen. Ein verschlossenes, an einem dunklen, kühlen Ort gelagertes Duftöl hält in der Regel länger.
Warum rieche ich mein eigenes Parfum nach einer Weile nicht mehr?
Das liegt an der olfaktorischen Adaptation (Geruchsblindheit). Das Gehirn stuft den permanenten Duft als "sicher" und irrelevant ein und filtert ihn aus, damit Sie neue Gerüche in der Umgebung wahrnehmen können. Andere Menschen riechen Sie trotzdem.
Was sind Moleküldüfte?
Diese Parfums bestehen primär aus synthetischen Labor-Molekülen (wie Iso E Super oder Ambroxan). Sie riechen im Flakon oft nach fast nichts, entwickeln aber auf der Haut einen minimalistischen, sauberen Duft, der die eigene Körperchemie verstärkt.
Können Parfums Flecken auf der Kleidung hinterlassen?
Ja. Besonders dunkle oder ölige Düfte (wie Extraits) können Flecken auf hellen Stoffen wie Seide oder Leinen hinterlassen. Sprühen Sie Parfum daher bevorzugt direkt auf die Haut, bevor Sie sich anziehen.
Was bedeutet es, wenn ein Parfum „reformuliert“ wurde?
Hersteller verändern manchmal die Rezeptur eines bekannten Duftes. Die Gründe dafür sind strengere EU-Sicherheitsauflagen (Verbot von Allergenen) oder Kosteneinsparungen bei Rohstoffen. Der Duft riecht danach oft leicht anders oder hält weniger lang.
Warum brennt Parfum manchmal auf der Haut?
Das liegt meist am hohen Alkoholgehalt (oft über 80 %). Wenn die Haut frisch rasiert, trocken oder irritiert ist, reizt der Alkohol die Hautbarriere.
Was ist Duft-Layering?
Das gleichzeitige Tragen von zwei oder mehr Parfums, um einen individuellen Duft zu kreieren. Man sprüht dabei meist den schwereren Duft (z. B. holzig/orientalisch) zuerst auf und schichtet den leichteren Duft (z. B. zitrisch/blumig) darüber.
Kann man jedes Parfum miteinander kombinieren?
Theoretisch ja, aber leichtere Düfte mit wenigen Duftnoten eignen sich besser. Zu komplexe Parfums erzeugen zusammen oft ein überladenes, unangenehmes Geruchsbild.
Warum riecht der Tester im Geschäft intensiver als mein neuer Flakon zu Hause?
Ein frisch geöffneter Flakon braucht manchmal etwas Sauerstoffkontakt durch das erste Sprühen, um seine volle Kraft zu entfalten („Reifung“). Zudem sind die Licht- und Wärmeverhältnisse im Laden oft anders, was die Wahrnehmung beeinflusst.
Sind rein natürliche Parfums besser als synthetische?
Nicht zwingend. Synthetische Stoffe machen moderne Parfums oft erst haltbar und ermöglichen Düfte, die man natürlich nicht gewinnen kann (z. B. Meeresbrise). Zudem sind synthetische Stoffe oft allergikerfreundlicher, da natürliche Öle viele Allergene enthalten.
Was ist veganes Parfum?
Parfums ohne tierische Inhaltsstoffe wie echtes Moschus (vom Moschushirsch), Ambergris (vom Pottwal) oder Zibet (von der Zibetkatze). Diese Noten werden heute ohnehin fast nur noch synthetisch nachgestellt, um Tierleid zu vermeiden.









